Hvar ist eine kroatische Insel in der Adria vor der kroatischen Küste, Gespanschaft Split-Dalmatien . Die langgestreckte Insel ist die viertgrößte der Adriainseln. Hvar hat eine Länge von 67,5 km und eine maximale Breite von 10,6 km . Die Fläche beträgt 297,37 km².
Die Insel hat ein mildes Mittelmeerklima (die Mittelwerte liegen im Januar bei 8,4 °C , im Juli bei 24,8 °C ). Die Insolation beträgt 2.718 Sonnenstunden im Jahr.
Hvar war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wovon die Funde der bemalten Keramik in den die Höhlen Grapceva spilja und Pokrivenik zeugen. Später wurde die Insel von den Illyrern besiedelt, die zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. mit den griechischen Kolonisten um die Vorherrschaft kämpften. Noch heute gibt es viele Hügelgräber aus der Illyrerzeit.
Neben Korcula und Vis hatte auch Hvar griechische Siedler aufgenommen, es ist aber die einzige Insel mit einer ionischen Siedlung (Pharos, heute Stari Grad). Zur Zeit der römisch-illyrischen Kriege (229-228 gegen die illyrische Königin Teuta ) wuchs die Bedeutung Hvars, als seine Verwalter die Unabhängigkeit zu bewahren bemüht waren. Nach dem Untergang des Römischen Reiches kam Hvar mit ganz Dalmatien unter byzantinische Herrschaft.
Im 7. Jahrhundert fiel die Insel an das Adelsgeschlecht der Neretljani vom Festland, mit deren Fürstentum es im 11. Jahrhundert zum Königreich Kroatien kam. In den folgenden Jahrhunderten erkannte Hvar zunächst die Souveränität der kroatisch-ungarischen Herrscher an, sodann die des bosnischen Königs Tvrtko , des Herzogs Hrvoje von Split und die der Republik Dubrovnik.
Von 1278-1797 war Hvar mit einer Unterbrechung (ungarische Herrschaft 1358-1420) im Besitz der Republik Venedig . Nach dem Ende der Markus-Republik fiel die Insel zunächst an Österreich , gehörte 1808-1814 zu den illyrischen Provinzen des französischen Kaiserreichs und dann von 1814 an wie ganz Dalmatien für ein Jahrhundert zu Österreich.
Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Hvar mit Kroatien an Jugoslawien . Während des Zweiten Weltkrieges war es von italienischen Truppen besetzt. Seitdem gehört es zur jugoslawischen Teilrepublik bzw. seit 1991 zur unabhängigen Republik Kroatien .
Die gesamte Insel ist bei Touristen, insbesondere in den Sommermonaten, sehr beliebt. Der Fremdenverkehr spielt eine entscheidende Rolle.
Neben Tourismus und selbstversorgender Landwirtschaft bilden der Anbau von Lavendel und die Herstellung der daraus gewonnenen Produkte (z. B. Lavendelöl und Lavendelkissen) sowie die Kelterung von zum Teil herausragenden Weinen die Lebensgrundlage der Bevölkerung.
Die berühmtesten Weine der Insel sind der hervorragende Zlatan Plavac sowie der fast schwarze Faros, die aus Trauben der Mali Plavac gewonnen werden, deren besten Lagen sich in sehr steilen Rieden auf der Südseite der Insel befinden. Auch der Ivan Dolac, ebenfalls ein sehr dunkler Rotwein aus der Mali Plavac-Traube sowie der Bogdanuša, der an einen sehr trockenen Sherry erinnern kann, verdienen Beachtung. Der früher bedeutsame Fischfang spielt heute kaum mehr eine Rolle.
Sucuraj
Sucuraj ist ein kleines
Dorf auf der Insel Hvar. Es liegt in einer tiefen Bucht an der Südspitze
der Insel Hvar. An dieser Stelle kommt die Insel dem Festland am nächsten
und bis zu Drvenik, welches sich direkt gegenüber auf dem Festland
befindet sind es nur sechs Kilometer. Von Sucuraj aus hat man einen
herrlichen Panorama Blick des Biokovo Gebirges, Makarska und der Halbinsel
Peljesac. Das Dorf wurde im 15.Jhd. um einen kleinen Hafen herum erbaut.
Jahrhunderte lang hatte das Dorf eine wichtige strategische Position,
sowohl was die Verbindung als auch die Kommunikation mit dem Festland
anging. Heutzutage finden sich Hinweise aus längst vergangener
Zeit auf dieses kleine Dorf. So ist auf einer Statue in Hvar, die
1331 erbaut wurde die Kirche des Heiligen Juraj erwähnt, welche
sich in Sucuraj befindet und nach welcher der Ort auch seinen Namen
erhielt. Anfangs bestand das Dorf nur aus ein paar Schafhirten und
einigen Fischern. Das heutige Dorf wurde erst im 16 Jhd. Von Augustinermönchen
gegründet, welche aus Zaostrog kamen und in Sucuraj ein Kloster
errichteten. Heute stehen nur noch die Außenmauern des Klosters. Die Architektur des Dorfes ist
rustikal. Die Häuser liegen dicht an den Gassen und sind nach
hinten offen mit angrenzenden Gärten. Dies ist auch Zeichen für
die Vertedigungsbauweise des Dorfes. Während Sucuraj unter venezianischer
Herrschaft stand trafen sich an dieser Stelle drei Grenzen, die des
osmanischen Reiches, die des Stadtstaates von Dubrovnik und die venezianische
Grenze. Im 17 Jhd. Errichteten die Venezianer eine Festung in Sucuraj
welche jedoch zusammen mit fielen anderen Gebäuden im zweiten
Weltkrieg zerstört wurde.
Sucuraj ist ein ruhiger
und idyllischer Ferienort. Malerische Strände, verträumte
Buchten, warmes Klima und viel Ruhe sind die Eigenschaften, welche
die Touristen anlocken. Mit 2700 sonnigen Stunden im Jahr bietet Sucuraj ganzjährig einen erholsamen Urlaubsort. Baden kann man von Mai
bis Oktober. Während der Haupturlaubszeit im Sommer gibt es eine
Autofähre nach Drvenik die zehnmal am Tag verkehrt. Ausflüge,
Segeln, Wassersport, Fischfang sind nur einige der vielen Möglichkeiten
die Sucuraj bietet.